Nachhaltige Alternativen

Du brauchst ein Möbelstück? Du bist auf der Suche nach nachhaltigen und individuellen Alternativen zu Ikea? Dann bist du hier richtig!

Was zeichnet überhaupt ein nachhaltiges Möbelstück aus? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Wie in vielen Bereichen gibt es auch in der Möbelbranche inzwischen zahlreiche Labels, die jeweils unterschiedliche Kriterien anlegen. Dennoch kann man sich ungefähr auf folgende Punkte einigen, die ein nachhaltiges Möbelstück kennzeichnen:

  • Fertigung aus nachwachsenden Rohstoffen (wie z.B. Holz, Bambus, Baumwolle)
  • Herkunft aus nachhaltiger Forstwirtschaft aus Deutschland oder Europa
  • kein langer Lieferweg
  • langlebige Verarbeitung
  • weitestgehend metallfreie Verarbeitung und Vermeidung von Klebeflächen
  • Behandlung mit Lasuren, Ölen und Wachsen auf natürlicher Basis
  • kein Ausdünstung von Schadstoffen
  • gefahrlose Entsorgung ist möglich

Während unserer Recherche  sind wir auf einige Alternativen zu Ikea und anderen Möbeldiscountern gestoßen. Die folgende Linkliste soll euch helfen, eine nachhaltige Möbelwahl zu treffen. Wir erheben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, selbstverständlich gibt es noch viel mehr!

Wenn ihr eine tolle Initiative oder einen Hersteller kennt, schreibt uns gerne an: woodcycles@posteo.de.

In folgenden Bereichen findet ihr Empfehlungen:

  • Regionale und nachhaltige Möbelhersteller
  • Nachhaltige Möbelhäuser und Vertriebe
  • Secondhand und Gebrauchtwarenanbieter
  • Werkstätten
  • Upcycling
  • Do it yourself!
  • Tauschen, Verschenken und Spenden
Quelle: Pixabay
Foto: Pixabay

Regionale und nachhaltige Möbelhersteller

  • Kiezbett: Social Impact Betten aus Berliner Umland. Eine genaue Beschreibung gibt’s unter unseren Geschichten (Link).
  • Naturmöbel-Manufaktur: Eigene Herstellung ausschließlich in Nordrhein-Westfalen. Natürlich geölte Massivholzmöbel.
  • Die Möbelschmiede: Handwerklich gefertigte Unikate aus Bio-Erlenholz. Sitz in Baden-Württemberg.
  • E15: Europäische Eichen- und Nussbaumhölzer aus nachhaltiger Forstwirtschaft, Fertigung in Deutschland und Österreich, nutzt erneuerbare Energiequellen. Alle verwendeten Materialien sind recyclebar.
  • Team 7: Verarbeitet für seine Möbel ausschließlich regionale Laubhölzer aus nachhaltiger Forstwirtschaft in Österreich. Die Stücke werden formaldehydfrei verleimt, die Oberflächen mit Kräuteröl bearbeitet. Alle eingehenden Hölzer werden auf Radioaktivität geprüft.

 

Nachhaltige Möbelhäuser und Vertriebe

  • Avocado Store: Vertreibt nachhaltige Möbel verschiedener Hersteller.
  • Grüne Erde: Produktion in EU-Ländern oder zertifizierten Betrieben in der Türkei, Peru, Bolivien oder Indien. Gibt bei allen Produkten die Herkunft des Materials und das Land der Fertigung an. Produziert schadstofffrei. Auswahlkriterien für Holz um vieles strenger als die Richtlinien des FSC-Siegels.
  • Hess Natur: Vertreibt nachhaltige Möbel des Partners Green Living, Eco-Kollektion mit europäischem Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft.
  • Waschbär: Erlenholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft aus Polen, nur mit biologischem Ölwachs behandelt, CO2-neutrales Unternehmen durch Beteiligung an Kompostierungsprojekten von Soil & More.
  • Hülsta: Kastenmöbel und Federholzrahmen mit Blauem Engel gekennzeichnet, klimaneutraler Hersteller durch Klimaschutzinitiative beazero.org, keine Tropenhölzer, alle Massivhölzer stammen aus kontrollierten Beständen.
  • Fairmondo Onlineshop: Der Onlinehandel ist offen für alle: Private und gewerbliche Anbieter*innen können jede Art von Artikeln verkaufen, u.a. Möbel. Dabei werden faire, nachhaltige und qualitative Produkte besonders gefördert.
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Foto: Pixabay

Secondhand und Gebrauchtwarenanbieter

  • Ebay Kleinanzeigen: Ein bunter lokaler Marktplatz für Privatpersonen.
  • Secondhandguide: Übersicht über sämtliche Flohmärkte und Secondhand-Läden sortiert nach Kategorien wie Möbel.
  • Remap Berlin: Für alle Berliner*innen hat der BUND Berlin eine übersichtliche Karte erstellt, in der man Initiativen zum Erwerben von Gebrauchtwaren, Tauschen, Verschenken oder Spenden finden kann. Eine Kategorie davon beinhaltet Möbel.
  • Antiquitätenläden: Davon gibt es zahlreiche. Schaue einfach online nach dem nächsten Antiquitätenladen in deiner Stadt. Wir haben in unseren Geschichten auch einen Händler in Berlin vorgestellt.

 

Werkstätten

  • Verbund offener Werkstätten: Hier gibt es eine Karte von hunderten offenen Werkstätten deutschlandweit, in denen gesägt, geschliffen oder auch in 3D gedruckt werden kann.
  • Reparatur-Initiativen: Wer kein neues Möbel bauen, sondern ein altes reparieren will, findet hier eine deutschlandweite Übersicht.
  • Hobbytischlerei in Alt-Kaulsdorf: Hier haben wir eine offene Werkstatt besucht und berichten, wie man dort werkeln kann.
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Foto: Pixabay

Upcycling

  • UpCycle Berlin: Aus altem Berliner Bauholz entstehen Designer-Möbel. Mehr dazu findet ihr bald unter unseren Geschichten.
  • Badabaum: Badabaum sammeln Kronenholz aus zertifizierten Forsten der Region Berlin, das im Zuge industrieller Forstwirtschaft  auf dem bzw. im Waldboden zurückbleibt. Badabaum daraus Konstruktionen aus Wildholz, z.B. Kletterelemente für Kindergärten.
  • OS2 Designgroup: Aus “Schrott” macht der Recycling-Designer Oliver Schübbe neue Möbel.
  • Christian Friedrich: Aus Bäumen der Berliner Parks oder vom Straßenrand, die durch Stürme beschädigt wurden oder die neuen Bauvorhaben im Weg stehen, baut Christian Friedrich Möbel. Die Initiative Futurzwei stellt ihn hier vor.
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Foto: florianreimann.com

Do it yourself!

  • HartzIV-Möbel: “Konstruieren statt Konsumieren” ist hier das Motto. Dazu gibt es zahlreiche Anleitungen, wie man sich mit wenig Geld eigene Möbel bauen kann.
  • Zahlreiche Bauanleitungen findet man auf diesen Seiten:
    https://www.selber-bauen.de/

http://selbermachen.de/wohnen/bauen/moebel
http://www.heimwerker.de/holzwerken.html
http://www.bauplan-bauanleitung.de/
http://www.selbst.de


Tauschen, Verschenken und Spenden

  • Wenn du nicht viel Geld hast, kannst du gebrauchte Möbel auch für wenig Geld oder kostenfrei erwerben, z.B. in einem Sozial- oder Secondhand-Kaufhaus. Sozialkaufhäuser gibt es in jeder größeren Stadt, hier sind einige Beispiele: Berlin, Hamburg, Frankfurt/Main
  • Remap Berlin: Für alle Berliner*innen hat der BUND Berlin eine übersichtliche Karte erstellt, in der man Initiativen zum Gebraucht erwerben, Tauschen, Verschenken oder Spenden finden kann. Eine Kategorie davon beinhaltet Möbel.
  • Überall da, wo man Möbel gebraucht kaufen kann, lassen sich Möbel natürlich auch prima tauschen, verschenken, und zum Kauf anbieten, wenn ihr euren alten Möbel zu einem zweiten Leben verhelfen wollt.
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